MOZ 06.03.2010

Riesen-Interesse an der Ökofilmtour

Storkow (sto) Das Schicksal unserer Erde ist sehr vielen Menschen nicht gleichgültig. Aktuelles Beispiel dafür ist die tolle Resonanz auf die Angebote des Natur- und Umweltfilmfestivals in dieser Woche in Storkow. Mit ihrem besonderen Konzept gelingt es den Organisatoren, einem breiten Publikum Filme über Umwelt und Natur zugänglich zu machen. Drei Monate lang ist die Ökofilmtour in mehr als 50 brandenburgischen Orten und Städten unterwegs. Als Kinoräume fungieren dabei Bibliotheken, Veranstaltungssäle oder auch Kirchen. Und so haben Menschen Gelegenheit, Filme anzuschauen, die sie sonst nur schwer zu Gesicht bekämen.

Aus einem Programm von 40 Filmen konnten sich die jeweiligen Partner der Ökofilmtour - in Storkow ist das die Stadtbibliothek - die Streifen aussuchen, die bei ihnen gezeigt werden. In Storkow hat die Tour am Donnerstag und Freitag Station gemacht. Insgesamt 630 Besucher haben sich hier die Filme angesehen. Darunter 520 Kinder von der 1. bis zur 9. Klasse, die sich auch sehr rege an den Diskussionen danach beteiligten. Zu der Abendveranstaltung am Donnerstag waren dann über hundert Leute in den großen Burgsaal gekommen. Neben drei Kurzfilmen liefen hier ein Film über die Bedeutung der Bienen und ihre Gefährdung sowie der Film "Home". Dieser eineinhalbstündige Streifen besteht nur aus Luftaufnahmen, lässt den Betrachter dabei von außen auf alle Kontinente der Erde schauen, zeigt in wunderschönen Bildern, dass in der Natur alles miteinander in Verbindung steht und wie der Mensch aber auch gerade dabei ist, den Erdball - seine Heimat - zu zerstören.

Gäste bei dem anschließenden Filmgespräch waren der Imker Holger Ackermann aus Groß Schauen sowie der Schriftsteller Richard Pitraß. Viele Leute waren nach dem Gesehenen sehr aufgewühlt. Patentrezepte zur Lösung der Klimaprobleme gibt es keine, waren sich alle einig. Aber jeder könne seine eigene Lebensweise hinterfragen. Und wichtig sei es, bereits die Jugend für dieses Thema zu sensibilisieren. Dazu leistet die Ökofilmtour ja einen wichtigen Beitrag. In Storkow sind sogar einige Schüler, die vormittags im Rahmen des Unterrichts Umweltfilme angeschaut hatten, freiwillig in die Abendveranstaltung gekommen.


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