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MOZ 10.02.2010
40 Beiträge bei der Ökofilmtour
Von Iris Stoff
Storkow (MOZ) Zum fünften Mal findet derzeit das Festival des Umwelt- und Naturfilms "Ökofilmtour 2010" statt, das drei Monate lang durch mehr als 50 Brandenburger Orte zieht. Auch die Storkower Stadtbibliothek und das Wettermuseum in Lindenberg sind wieder Gastgeber dieses rollenden Festivals. Erstmals wird die Bibliothek Beeskow angesteuert. So viele Filme wie noch nie sind zur diesjährigen Ökofilmtour eingereicht worden. Mehr als 100 Dokumentar- und Spielfilme haben sich um einen Platz im Programm beworben. "Angefangen haben wir mal mit halb so vielen Einreichungen", sagt Ernst-Alfred Müller, der das Festival gemeinsam mit Jutta Schölzel leitet. Beide gehören zum Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz (FÖN). Dieser Verein organisiert seit 2006 die Ökofilmtour in Brandenburg und hat damit das Erbe des insolventen internationalen Umweltfestival "Ökomedia" in Freiburg angetreten. Anliegen ist es, einem breiten Publikum Filme über Umwelt und Natur zugänglich zu machen. Aus den diesjährigen Nominierungen ist ein Programm mit 40 Filmen für alle Altersstufen zusammengestellt worden. Die Streifen beschäftigen sich mit überregionalen Themen wie den Risiken der Genforschung, dem Atomausstieg oder Fragen des Klima- und Artenschutzes, haben aber auch regionale Schwerpunkte. Bei den mehr als 60 Vorführungen werden jeweils zwei oder drei Filme präsentiert. Anschließend gibt es Diskussionen mit Experten. Aus den nominierten Filmen wählt eine Jury die Gewinner aus. Den Publikumspreis können die Zuschauer per Stimmzettel oder Internet selbst vergeben. Bei der Auswahl der gezeigten Filme gebe es eine enge Zusammenarbeit mit den mehr als 200 ehrenamtlichen Helfern vor Ort, betont Ernst-Alfred Müller. "Die Gastgeber können aus dem Katalog der nominierten Streifen aussuchen, was jeweils gezeigt werden soll, sie haben den Kontakt zu den Schulen, wissen, was in der Region interessiert." Nach Storkow kommt das rollende Naturfilm-Festival am 4. und 5. März. Übrigens schon zum dritten Mal. An beiden Vormittagen gibt es Vorführungen für Schulklassen mit anschließenden Gesprächen im großen Burgsaal. Bei den gezeigten Filmen geht es unter anderem um die Verschmutzung der Ozeane, Eisbären, Störche, die Strategien von Pflanzen. Für Mittwoch, den 4. März, ist in Storkow auch eine öffentliche Veranstaltung angekündigt. Beginn ist um 19 Uhr im großen Burgsaal. Der Eintritt ist frei. Nachdem es in den beiden letzten Jahren unter anderem um die Themen Gentechnik und Wölfe in Brandenburg ging, werden diesmal in Storkow die Streifen "Bienen in Gefahr" und "Home" gezeigt. Der erste Film macht deutlich, was die Biene mit dem globalen Artenschutz zu tun hat. In dem halbstündigen Streifen aus der ZDF-Reihe "Abenteuer Wissen" werden das Bienensterben in Deutschland und die Nachwuchsprobleme der Imker thematisiert und die Probleme der industriellen Imkerei in den USA dargestellt, wo plötzlich ganze Bienenvölker verschwinden. Der 90-minütige Dokumentarfilm "Home" wiederum nimmt den Zuschauer in beeindruckenden Bildern mit auf eine Reise um die Welt. Zeigt, was der Mensch auf der Erde gerade zerstört. Beim anschließenden Filmgespräch in Storkow sind der Bienensachverständige Holger Ackermann aus Groß Schauen und der Schriftsteller Richard Pietraß zu Gast. Pietraß ist 2003 Burgschreiber in Beeskow gewesen, er widmet sich schon lange den Umweltthemen. Er ist auch am 3. März, als Gesprächspartner in der Beeskower Stadtbibliothek zu Gast, wo ebenfalls der Film "Home" gezeigt wird. Beginn ist um 18 Uhr. Die Beeskower Bibliothek ist in diesem Jahr erstmals Gastgeber der Ökofilmtour. "Der Kontakt ist über die Leiterin des Biosphärenreservates Spreewald zustande gekommen", sagt Ernst-Alfred Müller. In Beeskow gibt es noch einen zweiten Ökofilm-Termin: Am Sonnabend, dem 27. Februar, sind um 10 Uhr die Naturfilme "Wildnis Garten" und "Wildnis Wald" zu sehen. In unserer Region ist außerdem wieder - in Zusammenarbeit mit dem Verein Wettermuseum - Lindenberg Anlaufstation für das Ökofilm-Festival. Die Filmvorführung findet hier am 23. März um 17 Uhr im Saal des Observatoriums statt.
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MAZ, Neues Granseer Tageblatt, 13.02.2010 MAZ 26.02.2010
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