Märkische Allgemeine, Neues Granseer Tageblatt, 05.02.2010
 
Leinwandhelden aus dem Hause von Mutter Natur Kultur Ökofilmfestival am 11. Februar in Menz / Filmgespräch zur Waldwirtschaft

Die Menzer Regionalwerkstatt wird zum Festivalkino. Am 11. Februar macht hier die Brandenburgische Ökofilmtour Station und regt zum Ansehen, Nachdenken und Diskutieren an.

Von Cindy Lüderitz

MENZ „Der Film ist wirklich schön gemacht“, sagt Wolfgang Henkel. Der Vorsitzende des Fördervereins Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide hat den Zweiteiler „Mythos Wald“ schon gesehen, um sich auf das Filmgespräch vorbereiten zu können, das für den 11. Februar im Anschluss an die Vorführung geplant ist. Thema soll die Waldwirtschaft im Allgemeinen und in der Region im Besonderen sein. Neben Wolfgang Henkel sitzen Dietrich Mehl, stellvertretender Leiter des Betriebsteils Templin des Landesbetriebes Forst Brandenburg, und für die Initiative Brandenburger Wald der Steinförder Uwe Kittler im Podium. Er und andere engagierte Bürger kritisieren die Landesregierung für eine in ihren Augen verfehlte Forstpolitik, die nicht der Nachhaltigkeit entspreche.

Filmgespräche gehören traditionell zum Rahmenprogramm des Ökofilmfestivals, das nun zum vierten Mal im Naturpark Stechlin spielt und Umwelt- sowie Naturfilme auf die Leinwand bringt, die nicht in den „Traumfabriken“ produziert werden. Aufgrund ungünstiger Sendeplätze im Fernsehen oder in den Kinos haben es Dokumentationen wie diese oft schwer, Zuschauer zu erreichen. Themen wie globaler Klimawandel, Atomausstieg, Mobilität, Gesundheit, Konsum, Frieden oder menschenwürdige und umweltverträgliche Globalisierung, Artenschutz, Biodiversität und Gefahren der Gentechnik sollen zum Nachdenken über soziale Probleme, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt anregen. Ein besonders schöner Film mit eindrucksvollen Bildern erwartet die Schüler der Menzer Fontaneschule, für die das Filmfestival bereits am Vormittag des 11. Februar beginnt, mit der Dokumentation „Hannes Jaenicke im Einsatz für die Eisbären“. Dieser packende Umweltkrimi über die Jagd auf Polarbären macht auf die Zerstörung des Lebensraumes durch die Ölindustrie und das Verschwinden der Eisflächen im globalen Klimawandel aufmerksam. Für die Kinder der Kita „Henriettes Schneckenhäuschen“ sowie die Schüler der ersten und zweiten Klasse haben die Kinomacher den Film „Wildnis Garten“ ausgewählt, der groß zeigt, was sich im Kleinen tagtäglich in der Natur abspielt: Kohlmeisen im Nistkasten, Wespen mit der Zeitrafferkamera, Gartenameisen, eine Feldmausfamilie, Grasfrösche im Teich oder schlüpfende Schmetterlinge.


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Uckermark Kurier - Templiner Zeitung, 28.01.2010
MAZ, Neues Granseer Tageblatt, 13.02.2010