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UMWELT: Indigenes Drama
„Ökofilmtour“ startet im Filmmuseum
POTSDAM / INNENSTADT - Auf tatsächlichen Begebenheiten beruht der Film „Birdwatchers – Das Land der roten Menschen“, der am Donnerstagabend die fünfte Auflage der „Ökofilmtour“ im gut besuchten Filmmuseum eröffnete. Das 2008 von Marco Bechis und Luiz Bolognesi gedrehte Spielfilm erzählt die dramatische Geschichte der indigenen Guarani-Kaiowá, die ihr Reservat und damit ein perspektivloses Leben hinter sich lassen. Sie kehren zurück in den tropischen Regenwald Brasiliens, zurück auf das Land ihrer Ahnen, das weiße Großgrundbesitzer ihnen einst raubten und das nun für deren Profit ausgebeutet wird. „Seit Kolumbus geht der Mord an indigenen Völkern weiter“, sagte Hannelore Gilsenbach, Redakteurin der Zeitschrift „Bumerang – ,Naturvölker heute'“. Den Kampf der Ureinwohner gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes vermittle „Birdwatchers“ eindrücklich, lobte sie den „hoch politischen Film“.
Tom Kirschey, Landeschef des Naturschutzbundes (Nabu), betonte während der Podiumsdiskussion, dass die Rechte indigener Völker erst seit dem vergangenen Jahr breiter thematisiert werden, nachdem sich der Schutz des Regenwaldes schon länger auf der politischen Agenda finde.
Wie berichtet, führt die drei Monate dauernde „Ökofilmtour“ durch mehr als 50 Orte Brandenburgs. Zu sehen gibt es 40 Filme für alle Altersgruppen. Monika Griefahn, Jury-Sprecherin und SPD-Bundestagsabgeordnete, betonte die Wichtigkeit des Festivals: „Es gibt ein großes Spektrum an Filmen mit Natur- und Umweltthemen zu sehen, die sonst vom Publikum kaum wahrgenommen werden.“ Insbesondere seit dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen – „schlimmer konnte das Versagen nicht sein“ – seien Ökofilme wichtiger denn je, sagte Gilsenbach.
Die „Ökofilmtour“ gastiert in Potsdam noch einmal am 9. und 11. Februar im Filmmuseum. Weitere Festivalfilme werden in der monatlichen Umweltfilmreihe „Kino unterm Sonnendach“ im Haus der Natur, Lindenstraße 34, gezeigt. In vier Kategorien werden die besten Filme prämiert, zudem gibt es einen Zuschauerpreis.
(Von Ricarda Nowak)
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MOZ 06.03.2010 MAZ 18.01.2010
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